Radiofrequenztherapie bei Krampfadern

Neue Behandlungsmethode bei Krampfadern - Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie

  • Keine Haut- oder Gefäßschnitte
  • Die Therapie findet ambulant in unseren Praxisräumen statt
  • Sie können nach der Behandlung durch Radiofrequenztherapie (besser als die zuvor verwendete Lasertherapie) sofort aufstehen und werden in unserem Aufwachraum unter Aufsicht ein wenig ruhen und können sich dann abholen lassen. (Sie dürfen nicht selbst fahren)

Was sind Krampfadern?
Sie sind nicht nur ein kosmetisches Problem. In den Venen befinden sich Venenklappen die den Rückfluss des Blutes in Richtung Herz ermöglichen. Bei einem Schließdefekt (Veneninsuffizienz) entsteht ein Blutstau, da das Blut zunächst über die tiefen Venen zur Knie- oder Leistengegend fließt aber in den oberflächlichen Venen dann wieder nach unten sackt. Diese Insuffizienz kann langfristig schwere Folgen verursachen wie z. B. eine Thrombose (Verstopfung der Vene durch ein festsitzendes Blutgerinnsel) oder zu offenen Beinen (Ulcus cruris) führen. Viele Patienten klagen auch über Schmerzen und schnelle Ermüdung sowie ein Schweregefühl im Bein.
Anhand einer Venenmessung und einer anschließenden Ultraschalluntersuchung (Duplexsonograhie) stellen wir fest ob eine Venenerkrankung vorliegt.
 
Wer leidet unter Varizen (Krampfadern)?
50 Prozent aller Menschen leiden an Varizen; besonders ältere Menschen. Aber auch Faktoren wie zum Beispiel:

  • Übergewicht, mangelnde Bewegung
  • Schwangerschaft
  • vererbte Bindegewebsschwäche
  • sitzende oder stehende berufliche Tätigkeiten

sind Ursachen für die Venenerkrankung.
 
Herkömmliche Operation und Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie (RFITT)
Bislang hat der Gefäßchirurg die geschwollenen und schmerzenden Varizen mittels "Venenstripping" in Vollnarkose gezogen. Dazu sind einige zum Teil 5 bis 6 cm lange Hautschnitte nötig. Wir sind jetzt in der Lage ohne Vollnarkose sondern lediglich mit örtlicher Betäubung diese Behandlung mit der sog. Radiofrequenz-induzierten Thermotherapie (besser als die zuvor verwendete Lasertherapie) anzubieten. Diese Behandlungsart ist neu und wir bieten sie an um z. B. eine chronische und schmerzhafte Veneninsuffizienz zu beheben. Unter Lokalanästhesie wird der flexible RFITT-Applikator in Höhe des Fußknöchels in die Vena saphena magna eingeführt und bis ca. 2 cm vor die Einmündung in die Vena femoralis vorgeschoben. Nach der Aktivierung der Leistung (20 - 25 Watt) wird der Applikator unter Abgabe der Radiofrequenzenergie langsam von proximal nach distal zurückgezogen. Durch den lokal begrenzten Stromfluss wird die Vene thermisch verödet und eine Kontraktion des Venendurchmessers bis zur Okklusion erzielt. Dank der akustischen Darstellung der Gewebeimpedanz während des gesamten Koagulationsprozesses lässt sich die optimale Rückzugsgeschwindigkeit des RFITT-Applikators ermitteln. Nach ca. einer halben Stunde ist die Behandlung abgeschlossen und Sie können sofort aufstehen.
Obwohl bei der Radiofrequenztherapie ein kleiner Stumpf im Mündungsbereich der Stammvene (Vene saphena magna oder Vene saphena parva) bestehen bleibt, kehren die Krankheitssymptome im Vergleich zur Krampfadern Operation selten zurück. Die Funktion der verschlossenen Vene wird von gesunden Venen übernommen. Nach der Behandlung wird das Blut zu anderen Venen umgeleitet.

Ein zusätzliches kosmetisches Ergebnis spricht für die Radiofrequenztherapie bei der die Vene von innen erhitzt und somit zum Verschluss gebracht wird.
 
Schmerzen bei der Behandlung?   
Da das Schmerzempfinden jedes Menschen unterschiedlich ist, kann man diese Frage nicht beantworten. Einige Patienten berichten von einem leichten ziehenden Schmerz entlang der behandelten Vene oder ein leichtes Taubheitsgefühl, das sich aber schnell wieder gibt.
 
Nach der Radiofrequenztherapie
Die Arbeitsunfähigkeit nach einer Behandlung durch Radiofrequenzenergie dauert durchschnittlich ca. fünf Tage im Vergleich zur klassischen Varizen-Operation mit ca. zwölf Tagen Arbeitsausfall. Direkt nach dem Eingriff sollten Sie beginnen kurze Strecken zu gehen. Langes Sitzen und Stehen sollten Sie vermeiden. Kompressionsstrümpfe und Verbände müssen vorübergehend getragen werden.
 
Kosten der Radiofrequenztherapie
Die neue Radiofrequenztherapie wird möglicherweise nicht von der Krankenkasse übernommen. Daher sollten Sie sich vorher über den Umfang der erstattenden Leistungen informieren.

Sprechen Sie Herrn Bugrara bei eventuellen weiteren Fragen persönlich an.
Er berät Sie gern.

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